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C Y P H E R C Y P H E R 18.2.—31.3.2016 show of talks 30.4.–3.7.2016 current obsessions 21.7.–25.8.2016 sommer der dilettanten (...) (...) (...) N E X T ! 29. + 30.07.2016 Die Aussicht k?nnte (nicht) besser sein Schreibworkshop Blog Normcore Archiv + Blog l A b Informationen / Kontakt Bonus+Space Büro für konkrete Sprache Unterstützen! progr amm feb’16 dez’16 f e b - d e z 2 0 1 6 C y p h e r Der Name des Ausstellungs- und Forschungsprojekts entstammt dem Vokabular des Hip Hop. Als Cypher wird dort der spontan entstehende Kreis bezeichnet, in dem sich MCs, BeatboxerInnen oder T?nzerInnen zusammenfinden und improvisieren. Mit seinem zweiten Projekt im Bielefelder Stadtteil Brackwede m?chte das lAb den Ausstellungsraum als einen solchen Cypher denken. Lokale und internationale KünstlerInnen, VermittlerInnen und GeisteswissenschaftlerInnen — teilweise in Kooperation mit Brackweder Institutionen, Vereinen, KulturproduzentInnen und BürgerInnen — arbeiten in dem Projektzeitraum von Februar bis Dezember 2016 daran, wie sich der Begriff des Cypher zu einem Kunst- und Kulturraum — im Allgemeinen und in Brackwede im Speziellen — in Beziehung setzten lassen kann. Der Cypher beschreibt einen Kreis der Interaktion und der Aufführung, in dem die ZuschauerInnen zugleich PerformerInnen sind. Er ist ein (halb-)?ffentlicher Raum des Wettbewerbs und der Aushandlung von tempor?ren Rollen und Hierarchien. In wechselnden Konstellationen des Aufeinandertreffen werden Uneinigkeiten sichtbar und offen kommuniziert, jedoch in einem Kreis der Gemeinschaft, der Zuh?ren und darauf Reagieren als Voraussetzung hat. Begreift man Demokratie mit Rancière als ein Set von Prinzipien, die aufgrund des gesellschaftlichen Wertepluralismus in ihre Anwendung unter st?ndiger Verhandlung stehen, wird offensichtlich, dass die Austragung einer lebendige Kultur der Uneinigkeit, wie sie im Cypher als Prozess kultiviert wird, eine produktive Denkfigur für das Programm des lAbs sein kann. Dieses Verst?ndnis von Demokratie als flüchtig und performativ — und demzufolge als ein Prozess der immer wieder neu initiert werden muss — bietet einen Rahmen, um den Ausstellungsraum in Brackwede als Cypher, als Ort des Begegnens und Diskutierens, zu denken. Die Sichtbarmachung einzelner ?usserungen, die Teilnahme an der Debatte, das Austauschen von Argumenten und die im Zuge dessen potentiell hergestellte gemeinschaftlichen Erfahrung stehen im Fokus der Belebung des Pavillons als Cypher. Die Erforschung des Cypher und die Artikulation seiner Attribute für einen Kunst- und Kulturraum, wird demnach Strategien der Auseinandersetzung, Verhandlung und Sichtbarwerdung umfassen: Wie werden Grenzen gesetzt und überschritten? Wie verh?lt sich individuelle Widerst?ndigkeit im Bezug auf subjektive Wahrheiten? Inwiefern artikulieren die Stilmittel des Cyphers wie übertreibung, (tempor?res) Scheitern, Humor oder das Wort als Waffe alternative Herangehensweisen an gemeinschaftliche Momente und Interaktion? Das Projekt Cypher ist in sechs Projektphasen unterteilt. Neben Ausstellungen zeitgen?ssischer Kunst, wird das lAb unterschiedliche Veranstaltungs- und Kooperationsformate sowie Workshops und künstlerische Interventionen durchführen. Im Rahmen des Projekts werden zahlreiche neue künstlerische Arbeiten produziert, bestehende Arbeiten neu kontextualisiert und Vermittlungsformate erprobt. 1 9 – 3 1 f e b – m ? r Do, 13 – 19 Uhr Sa + So, 16 – 19 Uhr Er?ffnung 18. Februar, 18.30 Uhr SHOW OF TALKS Von Pr?senz, Macht und Appell im Sprechakt 1/27 Die erste Projektphase des Jahresprogramms des lAbs besch?ftigt sich mit einem zentralen Element des Cyphers – der Rede. Die Rede ist im Cypher sowohl performativer Sprechakt als auch Teil der Interaktion. Die Videoarbeiten, die im Rahmen der Ausstellung SHOW OF TALKS gezeigt werden, befragen Strategien ?ffentlichen Vortrags und eigenen sich diese mit künstlerischen Mitteln an. Einerseits persiflieren und rekontextualiseren die Arbeiten die politisch oder ?konomisch motivierte Rede, anderseits untersuchen sie die Rede hinsichtlich Polemik und Populismus; Methoden die auf die Konstruktion kultureller und nationaler Identit?ten abzielen. Neben einer Appell- und Ansprachefunktion l?sst sich die Strategie ?Rede“ zudem unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe betrachten, wodurch ihre Bedeutung als soziale W?hrung zur Diskussion gestellt wird. Die ausgestellten Videoarbeiten n?hern sich diesem Potential über einen Moment der Anwesenheit, in dem das gesprochene Wort über sich hinaus weist: das, was physisch nicht da ist, wird in der Vorstellung der Zuh?rerIn pr?sent und verweist auf das Publikum als Akteur. Die Gruppenausstellung versammelt Positionen, die auf vielf?ltige Weise die Rede als Mittel zur Aneignung von Realit?t zur Disposition stellen. Das lAb wird für den Ausstellungszeitraum in eine Vortragssituation umfunktioniert. Eine Tribüne, die gleicherma?en als Sitzgelegenheit und raumfüllende Skulptur fungiert, ist visuell an das Mobiliar kultureller Spektakel, wie Fussballspiele oder Stadtfeste, angelehnt. Die künstlerischen Positionen, die als Projektionen gezeigt werden, treten in der Ausstellung als ?Redebeitr?ge“ auf. Angelehnt an Symposien oder Konferenzen k?nnen sich BesucherInnen in einem Programm über die jeweiligen Aufführungszeiten informieren. Kuratiert von Anna Jehle in Zusammenarbeit mit Amelie Befeldt. Sven Johne The Greatest Show on Earth, 2011 Sprache: Deutsch Untertitel: Englisch Do 13:10 + 16:00 Sa + So 16:10 Jasmina Cibic The Nation Loves It, 2015 Sprache: Englisch Deutsche übersetzung liegt aus Do 13:40 + 16:30 Sa + So 16:40 Nástio Mosquito in Zusammenarbeit mit Vic Pereiró Fuck Africa (remix), 2015 Sprache: Englisch Deutsche übersetzung liegt aus Do 14:00 + 16:50 Sa + So 17:00 Young-Hae Chang Heavy Industries Cunnilingus in North Korea (deutsche Version), 2004 Sprache: Deutsch Do 14:10 + 17:00 Sa + So 17:10 Lawrence Abu Hamdan The All-Hearing, 2014 Sprache: Arabisch Untertitel: Englisch Do 14:25 + 17:15 Sa + So 17:25 Nicoline van Harskamp Any other Business, 2011 (gezeigt wird eine neue Version von 2016) Sprache: Englisch Do 14:45 + 17:35 Sa + So 17:45 Steven Emmanuel Never say never, 2014 – Sprache: Englisch Untertitel: Englisch Do 15:15 + 18:05 Sa + So 18:15 ER?FFNUNG Donnerstag, 18. Februar 2016, 18:30 Uhr K2 KNEBELCHOR AUS BIELEFELD 1/13 Der gemischte A Capella-Chor unter der Leitung von Thorsten von Knebel besteht ausnahmslos aus Nichts?ngerInnen. In Anlehnung an Beschwerdech?re, wie sie seit 2005 auf der ganzen Welt Verbreitung erfahren haben, wird der Chor zwei Stücke aufführen. WHAT’S GOOD? 1/11 Audiovisuelle Performance Katharina Merten/ Anja Kaiser A/V Abtauchen in die Projektionsfl?chen des Pop. Echos aus Interviews, Dokumentationen und Pornofilmen. Veranstaltungen TALKING HANDS 1/5 18. M?rz 2016, 18 Uhr mit Irina Pleis und KollegInnen Ausgew?hlte Videoarbeiten der Ausstellung werden für geh?rlose und h?rende Menschen von einer Geb?rdendolmetscherin simultan übersetzt. Anmeldung bitte unter: info@lab-artistsunlimited.de Für Gruppenanfragen kann ein zus?tzlicher Termin vereinbart werden. F I L M V O R F ü H R U N G HATE RADIO 1/5 31. M?rz 2016, 16 - 19 Uhr Vorführung: 16, 17 und 18 Uhr Sprache: Deutsch + Franz?sisch Untertitel: Deutsch Eine Produktion von Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder in Koproduktion mit dem Schweizer Fernsehen und 3Sat Buch, Inszenierung und Regie: Milo Rau Montage und Sounddesign: Marcel B?chtiger Ausstattung und Kostüme: Anton Lukas Kamera: Marcel B?chtiger, Patrick Meyer-Clement, Lennart Laberenz, Markus Tomsche Ton: Jens Baudisch Recherche: Eva-Maria Bertschy, Jens Dietrich, Milo Rau Regieassistenz und Produktionsleitung: Mascha Euchner-Martinez Der Film ?Hate Radio“ (2014, 52 min) basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Milo Rau, das den V?lkermord an den Tutsi 1994 in Ruanda thematisiert. ?Hate Radio“ verhandelt die Rolle des damals in Ruanda beliebtesten Radiosenders RTLM (Radio-Télévision Libre des Mille Collines) in der Vorbereitung und Begleitung des V?lkermordes. Der Film wird w?hrend der ?ffnungszeiten zu jeder vollen Stunde gezeigt. Das regul?re Ausstellungsprogramm wird in dieser Zeit ausgesetzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 3 0 - 0 3 a p r - j u l CURRENT OBSESSIONS In zwei Ausstellungen mit begleitenden Veranstaltungen und einer Kooperation mit dem Volxtheater der Theaterwerkstatt Bethel besch?ftigt sich das lAb in seiner zweiten Phase des Projekts Cypher mit Wahnsinn, Sex und Tutorials. AUSSTELLUNG 01. Mai – 16. Juni 2016 Er?ffnung Samstag, 30. April, 18 – 1 Uhr zu den Nachtansichten EVERYDAY PRACTICE 1/31 von Angélique Pailler ((/ (( Das spanische Kollektiv Angélique Pailler ((/ (( arbeitet mit den Medien Skulptur, Video und textbasierten Off - und Onlinearbeiten. über ihre K?rper, ein eigenes Alphabet basierend auf ASCII-Zeichen oder ihre ?Tools“ (dt. Werkzeuge) Skulpturen-Reihe be- und verhandeln sie Strategien zwischenmenschlicher Kommunikation. In ihren Arbeiten erforschen und erweitern sie das Vokabular von Beziehungen. Für das lAb haben die KünstlerInnen eine raumgreifende Architektur aus schwarzer Stretchfolie entwickelt, welche die Bewegung durch den Raum steuert und die jeweiligen Begegnungssituationen mit den Arbeiten stark inszeniert. Die BesucherInnen werden dabei Teil der Ausstellung, ihre K?rper beim Betrachten der Werke hinter der Architektur in Ausschnitten sichtbar und gerahmt. Die Stretchfolie, die auf unterschiedlichen H?hen die S?ulen des Raumes miteinander verbindet, verweist gleicherma?en auf ihre ursprüngliche Nutzung als Verpackungsmaterial oder Haushaltsgegenstand und ihre ?sthetik als Fetisch Objekt. Das junge Kollektiv Angélique Pailler ((/ (( gründete sich 2014 und setzt sich aus Clara Arbona Orero und Bartomeu Sastre Grimalt zusammen. Beide studierten Bildende Kunst an der Universitat de Barcelona. 2015 widmete das CCAndratx auf Mallorca dem Kollektiv mit ?The intervening space between two points or things? seine erste, gr??ere Einzelausstellung. NACHTANSICHTEN 2016 Samstag, 30. April, 18 – 1 Uhr Er?ffnung der Ausstellung ?everyday practice? von Angélique Pailler ((/ (( Die KünstlerInnen sind anwesend und stehen gemeinsam mit dem Team des lAb für Fragen und Gespr?che in der Ausstellung zur Verfügung. ALLE TAGE 1/5 von Amelie Befeldt Drei Monate lang hat sich Amelie Befeldt den Begriff Alltag als Ausgangspunkt für eine Besch?ftigung mit der Organisation von Sein und Identit?t genommen. Auf der Basis dieses Projektes mit Recherchebüro in Brackwede, arbeitet sie derzeit an einer Künstler-Publikation, aus der sie erstes Material vorstellt. Die Publikation erscheint im Juli 2016. ENTERTAIN ME! Performance über das Unterhalten und Unterhalten-Werden. ERLAUBNIS NICHT ERTEILT 1/2 Der Künstler Uli Schallenberg wollte den ?ffentlichen Raum vor dem lAb mit seiner Skulptur ?Gegenmittel? bespielen. Die Arbeit, die in ihrer Form an Panzersperren angelehnt ist, sollte den Treppenaufgang zum Vorplatz des Bezirksamts blockieren. Aus verkehrssicherungspflichtigen Gründen hat die Stadt Bielefeld die Erlaubnis zur Installation der Skulptur nicht erteilt. Mehr Informationen zu den Nachtansichten auf www.nachtansichten.de AUSSTELLUNG 13. Mai – 28. Juni 2016 in der Stadtteilbibliothek Brackwede Er?ffnung Donnerstag, 12. Mai 2016, 17 Uhr mit allen beteiligten Künstlerinnen und mit The Mooche ("Deep Roots Of Johnny Cash“) LFTT LIBRARY 1/19 mit Vera Brüggemann, Viola Friedrich, Helen Horgan, Angelika H?ger, Antje L?bel, Gabriele Undine Meyer und Hildegard Nattebrede. Die LFTT Library* ist eine vierhundert Jahre alte Privatbibliothek von M?nchen eines irischen Franziskanerklosters. Als diese 2009 ausrangiert werden sollte, hat sich die irische Künstlerin Helen Horgan entschlossen die eklektische Bibliothek zu bewahren und sie als einen experimentellen Forschungsraum zu nutzen. Heute sind Teile der Bibliothek als nomadisches Archiv international unterwegs und die Bücher k?nnen von interessierten KünstlerInnen und KuratorInnen für eigene Projekte genutzt werden. Seit Juni 2015 betreut die Künstlerin Angelika H?ger eine eigens für Bielefeld zusammengestellte Auswahl der Bibliothek, die aus ?kulturellen Handlungsanweisungen“ besteht. Hier finden sich Bücher über Naturwissenschaften und G?rtnern, praktische Anleitungshandbücher und neuzeitliche Selbsthilfe-Literatur. Seit fast einem Jahr besch?ftigen sich nun KünstlerInnen aus Bielefeld mit der Bibliothek, erweitern ihr Bedeutungspotential und ?ffnen sie für experimentelle Lesarten. W?hrend der Ausstellung in der Stadtteilbibliothek in Brackwede ist die Auswahl der ?ffentlichkeit zug?nglich. Die Bücher k?nnen zu den ?ffnungszeiten eingesehen werden. Zu sehen sind auch künstlerische Arbeiten, die im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Bibliothek entstanden sind. An vier Terminen sind interessierte BesucherInnen zu ergebnisoffenen Treffen in die Bibliothek eingeladen. Mehr Informationen zur LFTT Library unter: www.thelfttlibrary.com *LFTT ist die Abkürzung für ?Legs Foundation for The Translation of Things?. Eine Idee mit Reichweite bekommt im sprichw?rtlichen Sinne ?Beine?. Das Wort übersetzung kann historisch auch als Begriff verwendet werden um die Bewegung von Objekten, insbesondere heiligen Objekten, von Ort zu Ort zu beschreiben. Termine Dienstag, 17. Mai 2016, 15 – 18 Uhr WIR K?NNEN üBER ALLES REDEN Sabine Krause (inlingua Sprachschulen OWL) arbeitet unter Assistenz von Volker Elsen (N-CODING, Kommunikation für Fortgeschrittene) mit erbaulichen Texten aus unzeitgem??en Sprachlehrbüchern der LFTT Library inkl. kleiner Handreichung, Living Exercises und Lektüre von ?Das Blaue Licht?. Dienstag, 7. Juni 2016, 15 – 18 Uhr ARBEITEN MIT PAPIER nach dem Buch ?Instructive and Ornamental Paper Work? (1901) von Mrs. L. Walker. Für Kinder und Erwachsene mit Angelika H?ger und Antje L?bel. Samstag, 11. Juni 2016, 11 Uhr K ü N S T L E R I N N E N G E S P R ? C H Helen Horgan berichtet über die Geschichte der LFTT Library, bisherige künstlerische Projekte und ihre Reisen mit den Büchern. Dienstag, 28. Juni 2016, 15 – 18 Uhr Performance um 17 Uhr LAST CALL mit Markus Schwartze (Piano) und Oona Kastner (Stimme) Finissage mit Audio-Raum-Klang-Labor-Performance für 2 MusikerInnen, Stimme, Flügel und diversen Kapiteln der LFTT Library. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Künstlerische Vorbildung ist nicht erforderlich. Stadtteilbibliothek Brackwede Germanenstra?e 17 33647 Bielefeld ?ffnungszeiten: Di – Fr: 10 – 13 Uhr und 15 – 18 Uhr Sa: 10 – 13 Uhr THEATER V O L X T H E A T E R 1/33 Das Volxtheater der Theaterwerkstatt Bethel vereint KünstlerInnen verschiedenster Lebensbereiche der Gesellschaft. Ihr Spiel speist sich aus dem Potential der gro?en Vielfalt ihrer Lebenserfahrungen und Denkweisen. Gespielt wird, was die Mitwirkenden interessiert und was sie für wichtig erachten. Weitere Informationen zum Volxtheater unter: www.theaterwerkstatt-bethel.de Termine Freitag, 13. Mai 2016, 18 – 20 Uhr V O L X T H E A T E R W E R K S T A T T W A H N S ! N N Im Dialog mit der aktuellen Ausstellung von Angélique Pailler ((/ (( k?nnen Interessierte ihr eigenes künstlerisches Spiel mit Tanz, Theater, Musik sowie anderen Medien und Materialien entwickeln. Die Volxtheaterwerkstatt ist ergebnisoffen konzipiert, Schauspielerfahrungen sind nicht notwendig. Die Teilnahme ist kostenfrei. Samstag, 11. Juni 2016, ab 17.30 Uhr NACHTREISE 14 – ENTDECKUNGSTOUR DER FREIEN THEATER BIELEFELD Im Rahmen der Nachtreise14 pr?sentiert das Volxtheater Auszüge aus seiner aktuellen Produktion ?Der Schnee brennt. – Ein Stück über den WAHNS!NN?. Informationen zu den teilnehmenden Theatern und dem Kartenvorverkauf finden Sie unter: www.freie-theater-bielefeld.de Premiere Samstag, 25. Juni 2016, 20 Uhr Weitere Termine So, 26. Juni | Mi, 29. Juni | Do, 30. Juni | Sa, 02. Juli | So, 03. Juli | jeweils um 20 Uhr DER SCHNEE BRENNT. – EIN STüCK üBER DEN WAHNS!NN Pr?sentiert vom Volkstheater in der Theaterwerkstatt Bethel. Weltrekorde, 350 PS, geiler Sex - Wahnsinn! Terror, sexualisierte Gewalt, global vernetzte Kriege, Millionen auf der Flucht, steigender Alltagsrassismus – Alles Wahnsinn! Im Streben nach h?chstem Glück leben wir Wand an Wand mit unfassbaren Widersprüchen. Das Volxtheater der Theaterwerkstatt Bethel bringt die unaufl?sbar erscheinenden Widersprüche des Lebens zum Ausdruck. Alte Werte wie Liebe, Würde oder Solidarit?t sind auf die Probe gestellt. Die Spielerinnen und Spieler des Volxtheaters erz?hlen in ihrem neuen Stück von einer Welt, die aus den Fugen zu geraten droht. Sie heben und stürzen ab, verlieren die Kontrolle, geraten in Ekstase, entgleiten und wagen somit einen Blick hinter gesellschaftliche Konventionen und Normalit?tsvorstellungen. Leitung: Matthias Gr??lin, Katrin Nowak, Nicole Zielke. Musik: Christian Beckers (Klavier), Tobias Haussmann (Schlagzeug). Eintritt: 14,- / erm. 7,- zzgl. VVK-Gebühren VVK: Tourist-Information, Tel. 0521 516999 Weitere Informationen unter: www.theaterwerkstatt-bethel.de Die Produktion ?Der Schnee brennt. – Ein Stück über den WAHNS!NN? und die Volxtheaterwerkstatt ?WAHNS!INN? sind Teil des Pilotprojektes ?Aus den Fugen – inklusives Theater und kulturelle Bildung?, gef?rdert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, die Stiftung der Sparkasse Bielefeld, das Kulturamt Bielefeld und die Andreas-G?rtner-Stiftung. 2 1 – 2 5 j u l – a u g DER ? SOMMER ? DER ? D I L E T T A N T E N Das lAb nutzt das gewohnheitsm??ige Unspektakel des deutschen Sommers zur Vorbereitung auf die Zeit in der Erwerbslose glücklich sind, Ehrgeiz eine Beleidigung und Faulheit eine Tugend ist. Im Rahmen einer Sommerakademie laden wir Sie — in kleinen Gruppen — zu ein bis zweit?gigen, ergebnisoffenen Veranstaltungen unterschiedlichster Methoden und Disziplinen ein. Zusammen wollen wir Arbeit und Arbeitsprozesse wichtig nehmen und den Versuch wagen geltende Wertesysteme und Bedingungen von Arbeit zu vernachl?ssigen. W?hrend der Sommerakademie zeigt das lAb die Ausstellung ?my sister thinks your paintings are interesting?. Sommerakademie mit Nadja Buttendorf, Heike Gei?ler, Schorsch Kamerun, re_vision medienkollektiv und Juliane Schickedanz. Ausstellung von Christine Gensheimer und Lars Rosenbohm. AUSSTELLUNG 21. Juli – 25. August 2016 Er?ffnung Donnerstag, 21. Juli, 18.30 Uhr Finissage Donnerstag, 25. August, 19 Uhr MY SISTER THINKS YOUR PAINTINGS ARE INTERESTING 1/10 In den Sommermonaten zeigt das lAb eine Ausstellung von Christine Gensheimer und Lars Rosenbohm. Beide sind im Künstlerhaus Artists Unlimited organisiert, arbeiten dort in unmittelbarer N?he an unabh?ngigen Projekten. Der Verein zeichnet sich durch die Arbeit in tempor?ren Kollektiven seiner Mitglieder innerhalb dynamischer Strukturen aus, und dies spiegelt auch die Ausstellung wieder: ?my sister thinks your paintings are interesting? sind zwei Einzelpr?sentationen, die r?umlich, inhaltlich und in der künstlerischen Herangehensweise überschneidungen aber auch individuelle Abgrenzung zulassen. Christine Gensheimers tragisch-komische Collagen, Zeichnungen und Videoarbeiten entwickelt sie aus ihrer sich st?ndig erweiternden Materialsammlung aus Alltagsbeobachtungen, Zeitungs- und Magazinausschnitten sowie Zitaten aus Songtexten. Ihre Arbeiten sind Momentaufnahmen, Fragmente mit Verweisfunktion, die die Geschichte aber nie bis zum Ende erz?hlen. In ihrer Ausstellung im lAb zeigt sie erstmals kurze Videosequenzen, die im Spannungsfeld von animierter Collage und Gif-?sthetik, Objekte und Figuren in einer Geste oder immer wiederkehrenden Transformation gefangen halten. Die kleinformatigen Zeichnungen sowie Interventionen im Ausstellungsraum behandeln auf poetische Weise ein ?sich fremd in der Welt fühlen?. Lars Rosenbohms langj?hrige Besch?ftigung ist das Thema der Maske und seine Implikationen als Strategie des Verdeckens und somit auch immer des (Nicht-)Zeigens. Im lAb erweitert er dieses Interesse, indem er mit überlagerungen auf mehren Ebenen arbeitet: Eine Tapete aus seinem Archiv aus spontan entstandenen Kohle-Zeichnungen, die egalit?r und unkorrigiert als Untergrund dienen, werden von gro?formatigen, massiven Malereien teilweise verdeckt. Diese performativen Arbeiten, die das permanente Tun und den künstlerischen Schaffensprozess offenlegen sind wiederum aus unterschiedlichen Versatzstücken und Materialien zusammengesetzt. Dabei entstehen diese Collagen zum Teil aus vorhandenen Arbeiten, die nun auch zum Tr?ger werden k?nnen. Rosenbohms Ausstellung l?sst das Auge der BetrachterIn nicht ruhen und entzieht sich tradierten Vorstellungen von der Rezeption von Malerei als kontemplativem Gestus. ?ffnungszeiten der Ausstellung: donnerstags 13 – 19 Uhr samstags + sonntags 16 – 19 Uhr Christine Gensheimer (*1976 in Frankfurt am Main) lebt und arbeitet in Bielefeld. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Kunstmuseum Wolfsburg, der Kunsthalle Düsseldorf und im Bielefelder Kunstverein gezeigt. Ihre Videoarbeiten wurden zuletzt zudem auf den 61. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen, der fullframe Retrospektive in Wien und dem Milano Film Festival aufgeführt. Ihre Arbeiten sind in ?ffentlichen und privaten Sammlungen, wie der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld, der Sammlung Rheingold oder der Sammlung Viehof vertreten. Seit 2005 produziert sie Animations-Filmbeitr?ge für die Sendung Karambolage auf Arte und konzipiert Musikvideos für diverse MusikerInnen. Lars Rosenbohm (*1971 in Lemgo) lebt und arbeitet in Bielefeld. Er erhielt unter anderem Stipendien von der Kunststiftung Nordrhein Westfalen und der Aldegrever Gesellschaft und war Preistr?ger des Eurode-Kunstpreises. Ausgestellt hat er in der Kunsthalle Bielefeld, dem Marta Herford, im Saarland Museum Saarbrücken, im Museum Schloss Moyland oder auch im Westf?lischen Kunstverein Münster. Au?erdem in Belgien, Spanien, der Schweiz und den USA. Seine Arbeiten sind in ?ffentlichen Sammlungen (Marta Herford, St?dtische Sammlung der Hansestadt Lünen) und Privatsammlungen vertreten. An der Fachhochschule und der Universit?t Bielefeld lehrte Lars Rosenbohm in den Bereichen Zeichnung und Malerei. FINISSAGE Donnerstag, 25. August, ab 19 Uhr mit Ver?ffentlichung Künstlerpublikation / Amelie Befeldt ab 20 Uhr Comic-Lesung / Aisha Franz ab 21 Uhr Musik / Team Pommes I DON’T WANT TO BE A STUDIO ARTIST von Amelie Befeldt Als Ergebnis der Arbeit ?Alle Tage?, die Amelie Befeldt w?hrend der ersten Ausstellungsphase des lAb begonnen hat, wird in Zusammenarbeit mit ag16 die Publikation ?I don't want to be a studio artist? ver?ffentlicht. Ausgehend von der eigenen künstlerischen Praxis stellt Amelie Befeldt darin Fragen nach der Organisation von Sein und Identit?t oder nach der Funktion von YouTube im Alltag. P L A Y L I S T von Aisha Franz Aisha Franz liest in ihrem ?Comic-Konzert? eine Auswahl aus ihren gezeichneten Kurzgeschichten vor, die von romantischen Kindheitsabenteuern und ekligen Greuelfantasien erz?hlen. Aisha Franz lebt und arbeitet als freiberufliche Comicautorin und Illustratorin in Berlin. Neben zahlreichen Eigenpublikationen erschien 2016 ihre dritte Graphic Novel ?Shit Ist Real? beim Berliner Comic-Verlag Reprodukt. Seit 2014 unterrichtet sie Illustration und Comic an der Kunsthochschule Kassel. Mehr unter: www.fraufranz.com TEAM POMMES (Mo Chan und Icy Gee) Team Pommes ist ein audiovisuelles Kollektiv in st?ndiger Bewegung. Pommes kann alleine sein aber auch vieles begleiten. Pommes ist Universum. SOMMERAKADEMIE 29. Juli – 13. August 2016 Workshops und Veranstaltungen Die Teilnahme an allen Veranstaltungen der Sommerakademie ist kostenfrei. Alle ben?tigten Materialien werden gestellt. Es ist keine Vorbildung erforderlich. Bitte registrieren Sie sich für die Teilnahme zur Veranstaltung Ihres Interesses unter info@lab-artistsunlimited.de oder donnerstags von 13 – 19 Uhr telefonisch unter (0)521.515 298. Weitere Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen werden Ihnen nach der Anmeldung mitgeteilt. Alle Veranstaltungen finden im lAb in der Germanenstra?e 22 in Bielefeld statt. Freitag und Samstag, 29. und 30. Juli 2016, 10 – 16 Uhr (inkl. Mittagspause) DIE AUSSICHT K?NNTE (NICHT) BESSER SEIN Schreibworkshop mit Heike Gei?ler Was kann man h?ren, was kann man sehen, und wie wird daraus ein Text? Wie kann man so sehen, dass man etwas sieht, vielleicht sogar etwas, das man bisher noch nicht sah? Wie kann man sich selbst mit Neuigkeiten überraschen, und wie bringt man Vielfalt und all die unterschiedlichen Menschen in einen Text? Wie bringe ich das, was ich beschreiben m?chte, in eine lesbare Form? Was ist verst?ndlich, was ist unverst?ndlich? Warum sind die sch?nsten W?rter nicht unbedingt die passendsten? Wir schreiben keinen Roman (es sei denn, wir wollen doch). Wir schreiben Listen, kleine Protokolle und Fragmente. Wir schreiben Texte, die wie zwischendurch entstehen, aber lange halten k?nnen. Wir üben uns im Beobachten und Zuh?ren. Wir beschreiben die Welt im Kleinen und haben dabei die ganze Welt im Blick. Alle sind Zeitzeugen. Alles z?hlt. Heike Gei?ler ist Schriftstellerin, übersetzerin sowie Mitherausgeberin der Heftreihe ?Lücken kann man lesen? (mit Anna-Lena von Helldorff). Bisher erschienen: der Roman ?Rosa“?(DVA, 2002), ausgezeichnet mit dem Alfred-D?blin-F?rderpreis 2001, der Erz?hlungsband ?Nichts, was tragisch w?re? (ebd. 2008), das illustrierte Kinderbuch ?Emma und Pferd Beere? (Lubok, 2009), der Reportage-Roman ?Saisonarbeit? (Spector Books, 2014) und zuletzt das Heft ?Fragen für alle? (mit Anke Dyes). 2016 ist sie Stipendiatin der Villa Massimo Rom. Sie lebt in Leipzig. Mehr unter: www.heikegeissler.de Montag, 01. August 2016, 11 – 18 Uhr (inkl. Mittagspause) AUTOMATEN, LASST TAUSEND BLUMEN BLüHEN! FüR EINE WELT OHNE ARBEIT (ODER ERSTMAL WENIGER G A R T E N A R B E I T ) Automatenbau-Workshop mit re_vision medienkollektiv Vor jedem hochverdienten Sommerurlaub belangen wir FreundInnen und Familie mit der W?sserung unserer zarten Zimmerpflanzen. Doch ist nicht eine Welt vorstellbar, in der alle einfach nur Urlaub machen und solche oder sogar schwierigere Verrichtungen von entzückenden Automaten erledigt werden? Es lohnt sich doch nachzudenken über Zukünfte, die wir uns vorstellen wollen, anstatt uns von ihnen nur in Schrecken zu versetzen. Warum bleibt denn soviel ver?chtliches, verlassenes Dasein, wenn doch eigentlich schon jetzt so viel Anderes m?glich scheint? Dank dem einfachen Zugang zu monstr?sen Maschinchen und wolkigem Wissen müssen wir ja noch nicht einmal auf hochprofessionelle L?sungen mit gl?nzenden Geh?usen warten, sondern k?nnen bereits heute nach anderen Wegen tasten und an einer vollautomatisierten Luxuswelt für alle basteln – oder zumindest an einer Welt mit weniger Gartenarbeit. Die erste H?lfte des Workshops soll M?glichkeiten des Denkens über Zukünfte sch?rfen und das Entrinnen vor hilflosen, oftmals nur einigen Wenigen zug?nglichen Rückbesinnungsversuchen erm?glichen. Wenn wir die verzweifelte Suche nach abgenutzten Bremsen hinter uns lassen und über Pfade mit Blick nach vorne spekulieren, k?nnten wir uns ein vorsichtiges Bild von morgen und übermorgen machen und sogar überlegen, wie wir uns dahin navigieren. In der zweiten H?lfte machen wir uns die H?nde schmutzig, um sie danach ganz entspannt baumeln lassen zu k?nnen (oder mit ihnen noch atemberaubendere Apparate zu bauen). Mit Minicomputern, ein paar Schl?uchen und Kabeln sowie Open Source Code werden wir kleine Maschinen bauen, die unsere Gedanken nicht nur an unsere einzelnen Yucca Palmen knoten, sondern auch mal für gemeinsame Welten mit tausend Blumen (und weniger trauriger Arbeit) für Alle ?ffnen. Ist ja vielleicht gar nicht so schwierig und alle k?nnen etwas mit nach Hause nehmen. Anne Koppenburger, Marvin Krühler, Sebastian Lemme und Paul Buckermann sind Teil des //re_vision medienkollektivs. Das Kollektiv arbeitet medienübergreifend zu Fragen zwischen Politik, Kunst und Technologie, es begleitet soziale K?mpfe dokumentarisch und veranstaltet Lesungen, Screenings, Vortr?ge und Workshops. Mehr unter: www.revisionmedienkollektiv.de/ Donnerstag und Freitag, 04. und 05. August 2016, 12 – 18 Uhr (inkl. Mittagspause) THE CURATOR’S UNICORN Workshop für KuratorInnen, Volont?rInnen, KunstvermittlerInnen und KulturarbeiterInnen mit Juliane Schickedanz Kulturarbeit ist ein Verlustgesch?ft, selbst auf Kosten der eigenen finanziellen und zeitlichen Knappschaft. Die Arbeit ist mein Lohn, die Kunst mein Brot. ?ffentlichkeitswirksam vermarktet und vom Bildungshunger gebeutelt, strudeln KuratorInnen in eine Spirale schlimmster Lohnverh?ltnisse. Aber die Ausstellung sieht toll aus. Das ist halt so? – Das wollen wir nicht! In H?ngematten schaukelnd mixen wir Protest-Cocktails. Im Workshop werden wir die Arbeitsverh?ltnisse der KuratorInnen hinterfragen, um Strategien einer zeitgem??en und funktionalen Solidarit?tsstruktur für sowohl selbstst?ndige also auch angestellte KuratorInnen zu entwickeln. Dabei soll es gleicherma?en um die Aktualit?t der Künstlersozialkasse, die Honorarbeschr?nkungen von F?rdermittelregularien, die AutorInnenschaft von Ausstellungen sowie um die Hierarchie im Kunstbetrieb gehen. Der Workshop richtet sich speziell an KuratorInnen, Volont?rInnen, KunstvermittlerInnen oder KulturarbeiterInnen. Ziel ist es eine l?ngerfristige Zusammenarbeit anzusto?en, die im Feld der eigenen Arbeitsweise M?glichkeiten der konstruktiven Kritik, des Austauschs oder der Hilfeleistung entwickelt. Juliane Schickedanz ist freie KuratorIn in Leipzig. Bis 2012 studierte sie Kunstvermittlung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Sie arbeitete bisher u.a. als kuratorische Assistentin der Hochschulgalerie der BURG, wissenschaftliche Volont?rin des Bielefelder Kunstvereins sowie als Produktionsleiterin des Festivals für Fotografie f/stop in Leipzig. Sie war Graduiertenstipendiatin des Landes Sachsen-Anhalt, wobei sie der Frage nachging, ob die Repr?sentation von KuratorInnen in zeitgen?ssischen Kunstwerken eine neue Form des mittelalterlichen Stifterbildes sei. Ihre Abschlussarbeit an der BURG besch?ftigt sich zudem mit dem Autorschaftsverh?ltnis von KünstlerInnen und KuratorInnen in Ausstellungen. Montag, 08. August 2016 ab 17 Uhr Dienstag, 09. August 2016 10 – 13 Uhr ?HUCH!? PL?DOYER FüR ALLES, WAS SICH ?FREMD? ANFüHLT Schorsch ?Horsti“ Kamerun erkl?rt mit Musik und Worten Was ist geworden aus Begriffen wie ?aufregende Gegend?, ?fremde Welt? oder ?besonderes Leben?? Unsere Gegenwart scheint sich Unkontrolliertes vom Leibe zu halten, einstige raue Gegenden wie ehemals undurchleuchtete Urbanit?ten sind jetzt Touristenbusreiseziele. Vieles scheint begehbarer als zuvor und dennoch trommeln Populisten gegen ein Szenario von Bedrohung durch das ?Fremde?. Wie l?sst sich erkl?ren, dass der/die BürgerIn neue Schutzmauern hochziehen will und gleichzeitig auf der Suche ist nach letzter ?Exotik?? Brauchen wir dringend einen Schuss kr?ftige ?Entartung??! Wer sagt, wo, wie, warum und was wir erleben, erlernen oder gar erarbeiten sollen? Schorsch Kamerun ist einer der besten 24 Menschen und lebt in Hamburg und Timmendorfer Strand. Seit 1984 ist er S?nger des Hamburger Punkbandkollektivs ?Die Goldenen Zitronen?. Er produziert H?rspiele und inszeniert an allen gro?en, deutschsprachigen Theatern meist selbst geschriebene Stücke. Zusammen mit Rocko Schamoni gründete er den ?Golden Pudel Club?. Im Wintersemester 2010/11 war er Gastprofessor an der Akademie der Bildenden Künste München. Im Frühjahr 2016 erschien sein erstes Buch ?Die Jugend ist die sch?nste Zeit des Lebens? (ullstein Buchverlage). Mehr unter: www.schorschkamerun.de/wordpress/ Freitag, 12. August 2016, 19 Uhr Vorbesprechung und Einführung Samstag, 13. August 2016, 11 – 18 Uhr (inkl. Mittagspause) FATBIT – DAS NEUE A C C E S S O I R E FüR DEINEN NEUEN K?RPER Schmuck-Workshop mit Nadja Buttendorf Fitbits, diese kleinen, fast invasiven und stylischen technischen Accessoires die deine k?rperliche Aktivit?t und Fitness messen, erm?glichen es uns unsere K?rper spielerisch selbst zu optimieren. Sie z?hlen deine gelaufenen Schritte, deine Herzrate, deine Schlafqualit?t, deine verbrannten Kalorien und noch weitere pers?nliche, k?rperbezogene Daten. Was ist der Antipod von Selbstoptimierung und wie k?nnen wir ein anderes System zur Selbstoptimierung entwickeln? Ist es m?glich -20 Schritte zu laufen? Wie kann man durch Nichtstun Punkte sammeln? Wie bekommen wir unseren Burger am Fitbit vorbei geschmuggelt? In dem FATbit-Workshop wandeln wir die Selbstoptimierungsmachinen an unseren Handgelenken in wirklich stylische Anti-Optimierungs-Erweiterungen für unsere K?rper um. Das Fitbit betreibt ?self-tracking? mit unseren K?rpern, also hacken wir das Fitbit! Und das nicht irgendwie und nicht digital, sondern physisch und analog! Du brauchst keine Coding- und Computerskills, das Fitbit wird gestellt! Nadja Buttendorf ist Schmuck- und Nail Art Künstlerin, spezialisiert in Fragen zu posthumanem Schmuck, kybernetischen Erweiterungen des menschlichen K?rpers und alienspekulativen Szenarien. Sie ist Gründungsmitglied des Cyborgs e.V. Berlin und hat den Begriff ?Explant? eingeführt. Sie studierte an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle. Mehr unter: www.nadjabuttendorf.com/ üBER DAS lAb In der Form von Ausstellungen zeitgen?ssischer Kunst und diversen Veranstaltungs-, Vermittlungs- und Kooperationsformaten will das lAb über die Entgrenzung von Kunstinstitutionen nachdenken. Demzufolge hat es sich das lAb zur Aufgabe gemacht einen offenen Ort der Kulturproduktion und Kunstrezeption in einer prozesshaften Ann?herung zu erproben. Dabei soll ein Raum des Experimentierens geschaffen werden, der Modelle alternativen Wissens einbindet und sich über eine st?ndige Neuverhandlung und Verwerfung definieren darf. Dabei ruft das lAb insbesondere die Tatsache ins ?ffentliche Bewusstsein, dass sich urbane Identit?ten, sowohl durch Migrationsbewegungen als auch durch globale Vernetzung, aus Versatzstücken unterschiedlicher regionaler sowie internationaler Wertesysteme zusammensetzen. Das lAb ist im Bielefelder Stadtteil Brackwede verankert und m?chte dort unterschiedlichste KooperationspartnerInnen einladen am Entstehungsprozess von Projekten und deren Umsetzung mitzuwirken. Gleichzeitig m?chte es den Fragen nach der Beschaffenheit und den Anforderungen eines Kulturraums, abseits von traditionellen Museen oder der zeitgen?ssischen Kunstblase, nachgehen: Wie kann ein Raum geschaffen werden, der offene Denk- und Diskussionsr?ume für ein vielf?ltiges Publikum herstellt? Was funktioniert für den speziellen Standort Brackwede und welche generellen Strategien k?nnen davon für Kunst- und Kulturr?ume in der Peripherie abgeleitet werden? Welches Potential birgt die Peripherie hinsichtlich kollaborativer, unkonventioneller und handlungsaktivierender M?glichkeiten eines Kunstraumes? Der Tr?ger des lAbs ist das 1985 in Bielefeld gegründete Künstlerhaus Artists Unlimited. Sein 30-j?hriges Jubil?um nimmt der Verein zum Anlass sich mit der ver?nderten Stadtrealit?t von Bielefeld seit seiner Gründung und dem eigenen Wirken innerhalb gesellschaftlicher sowie urbaner Kontexte auseinanderzusetzen. Vor diesem Hintergrund bespielt Artists Unlimited den Pavillon des Bezirksamts Brackwede unter dem Namen lAb von Oktober 2015 – Dezember 2016 in zwei thematischen Projektphasen. Mehr Informationen zu Artists Unlimited: artists-unlimited.de 1/4 KONTAKT lAb Artists Unlimited Germanenstr. 22 D – 33647 Bielefeld Tel.: + 49 (0)521.515 298 BüROZEITEN lAb Do 13 - 19 Uhr info@lab-artistsunlimited.de fb: artistsunlimited ?FFNUNGSZEITEN Do 13 – 19 Uhr Sa + So 16 – 19 Uhr Soweit nicht anders ausgewiesen hat das lAb auch an Feiertagen ge?ffnet. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist kostenfrei. Veranstaltungstermine finden Sie unter dem jeweiligen Projekt. Alle Veranstaltungen soweit nicht anders ausgewiesen sind kostenfrei. Anfahrt Stadtbahn: Linie 1 – Richtung Senne, Haltestelle Gaswerkstr. ANMELDUNG NEWSLETTER TEAM Künstlerische Leitung und Gesch?ftsführung Anna Jehle Kuratorische Assistenz Amelie Befeldt Konzeption und Gestaltung AG16 Büro für konkrete Sprache Dorian D?ding Uwe Zehr Bezirksamt Brackwede Marina Arens Ina Trüggelmann Kathrin Sorge Installationsteam Timo Katz Uli Schallenberg AusstellungsfotografInnen Lucie Marsmann Michael Kohls Programmierung und Betreuung Webseite Mathias Lam Hausmeister Michael Thoms Reinigungskr?fte Monika Pügge Roswitha Zahn Komplizen Sarah Kindermann PARTNER Gef?rdert durch die Stiftung Kulturwerk der VG-Bild Kunst: Gef?rdert durch: Kooperationspartner: BONUS+SPACE über den gesamten Zeitraum der Zwischennutzung bis Ende 2016 l?dt das lAb kulturelle und nicht kulturelle Initiativen und Personen aus Bielefeld und Brackwede ein, den Pavillon und seinen Au?enbereich als Plenums- Probe-, Arbeits- und Aufführungsort für regelm??ige oder einmalige Termine kostenfrei zu nutzen. Jeden Mittwoch von 16 – 22 Uhr (und gegebenenfalls nach Absprache) steht der Raum zur freien Verfügung. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Wissensbegriff eines Kunstraumes erweitern. Kontaktieren Sie uns mit Ihren Vorschl?gen unter info@lab-artistsunlimited.de oder telefonisch unter +49 (0)521.515 298 Do 13 – 19 Uhr Bitte beachten Sie, dass das lAb normalerweise nicht vollkommen leer, sondern mit einer Ausstellung bespielt ist. Eine Anfrage ist ab 14 Jahren m?glich. 1/4 Büro für konkrete Sprache Das Büro für konkrete Sprache ist ein Vermittlungstool und gleichzeitig ein Publikationsprojekt des lAbs, das der BesucherInnendienst zu den ?ffnungszeiten der Ausstellungen verantwortet. Wer hat die Deutungshoheit über Ausstellungen, welche Sprache wird in der Vermittlung von Ausstellungen verwendet und welche Machtverh?ltnisse werden dadurch aufrechterhalten? Wer darf ExpertIn sein und wer nicht? Welches Wissen wird beim Reden über zeitgen?ssische Kunst zugelassen? Jede Ausstellung im lAb wird von einem Text begleitet, der in Zusammenarbeit mit dem BesucherInnendienst, den KünstlerInnen oder anderen TeilnehmerInnen entwickelt wird. Dabei sollen unterschiedliche gestalterische, sprachliche und formale Strategien entwickelt werden, die die Versprachlichung von Kunst untersuchen. Deutungshoheiten sollen hierbei offengelegt, Mehrstimmigkeit zugelassen und im Dialog mit verschiedensten TeilnehmerInnen eine eigene Ausdrucksform für jede Ausstellung versucht werden. Zum Ende der Zwischennutzung des Pavillons wird eine kleine Publikation entstehen, welche die Texte aller stattgefundenen Ausstellungen gesammelt ver?ffentlicht. UNTERSTüTZEN ! Artists Unlimited Bank: Sparkasse Bielefeld IBAN: DE84 4805 0161 0000 1236 12 BIC: SPBIDE3BXXX IMPRESSUM Artists Unlimited e.V. August-Bebel-Str. 94 33602 Bielefeld Germany Registergericht: Amtsgericht Bielefeld Registernummer: 20 VR 2317 Impressum: Haftung für Inhalte Die Inhalte unserer Seiten wurden mit gr??ter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollst?ndigkeit und Aktualit?t der Inhalte k?nnen wir jedoch keine Gew?hr übernehmen. Als Diensteanbieter sind wir gem?? § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umst?nden zu forschen, die auf eine rechtswidrige T?tigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung m?glich. 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Als neutral gelten solche Dinge, in denen sich die Gegens?tze entkr?ftet haben, Zust?nde, die in der Schwebe gehalten werden: weder bejahend noch verneinend, weder m?nnlich noch weiblich, nicht aktiv oder passiv, sondern irgendwie dazwischen: in nicht einfach einzuordnender Weise weder das eine noch das andere. Die Neutralisierung ist für Barthes ein Verfahren h?chster Intensivierung, sch?rft es doch die Sensibilit?t. Denn entfallen erst einmal die einfachen Zuschreibungen, dann ?ffnet sich ein ganzes Spektrum von Abstufungen und Zwischenformen, die neue Beschreibungsweisen erfordern. Statt der üblichen Polarit?ten werden Nuancen sichtbar, statt auf Extreme richtet sich das Begehren auf die Feinheiten. Was Barthes die ?Leidenschaft des Neutrums?2 nennt, ist daher das starke Begehren, Figuren der Ambiguit?t und Zweideutigkeit einzurichten. Dieses Begehren widersteht dem Wunsch, der Dinge durch einfache Kategorien habhaft zu werden, es verzichtet auf das Habenwollen. Dieser Verzicht ist nun wiederum nichts Fixes. Neutralisieren besteht in einem best?ndigen Vollzug der Aufhebung und in einem wiederholten Zuhalten auf das, was es in den Dingen an Unbestimmtem gibt. Denn der Effekt des Neutralen besteht nicht einfach darin, von einer Sache zu ihrem Gegenteil überzugehen, als wollte man blendendes Wei? durch absorbierende Schw?rze abmildern, sondern hei?t, in den prek?ren Ununterschiedenheiten Platz zu nehmen.3 Neutral ist also jenseits von dem Einen oder dem Anderen noch etwas anderes: etwas ganz anderes, dessen Anderssein vervielfacht wird. Maurice Blanchot, von dessen Texten zum Neutralen Barthes ausgeht, verortet die Leidenschaft des Neutrums in einem Begehren nach dem Unbekannten.4 Eben das sei das eigentlich künstlerische Anliegen: in Bezug zum Unbekannten zu leben, das Bekannte neutralisierend au?er Kraft zu setzen und sich dem Unabgesicherten zu verpflichten, das sich den begrifflichen und visuellen Rastern entzieht und die Ordnungen, Gesetze, Anma?ungen und Bem?chtigungen suspendiert.5 Als künstlerisches Verfahren meint Neutralisieren also durch wohlkalkulierte Unentscheidbarkeiten jene subtilen Zust?nde herzustellen, die es nicht mehr erlauben zu kategorisieren und den Anschauungen Begriffe zuzuordnen – dieses Unfasslich-werden wird in einer ?sthetik des Neutrums nicht mittels überw?ltigender Erfahrungen hergestellt, sondern durch eine bis zur Aufl?sung intensivierte Nuancierung oder eine zur Unsch?rfe potenzierte Ambiguit?t.6 Das Neutrum ist eine ?sthetische Strategie, alle Formgebung durch partielle Formaufl?sung zu verfeinern: etwas Unf?rmiges, das sich aus dem System dualistischer Zuordnungen ebenso befreit wie von dem Glauben, durch Radikalismen etwas zu bewirken. Denn Neutralisieren bedeutet, sich zu weigern, eindeutige Positionen zu beziehen und stattdessen über das Widersprüchliche hinaus, Zust?nde der Ungewissheit einzurichten. Diese Schwebezust?nde, die Wahrnehmungsicherheiten und Handlungsklarheiten zerst?uben, führen nach Barthes zu einer Steigerung des ?Zartgefühls?7. An die Stelle ?sthetischer Effekte tritt die Aufmerksamkeit für das Noch-Ungeschiedene, das Gattungslose, Unbegriffliche oder Rohe und zwar im Zustand einer offenen, fast wunden Intensit?t. –––– 1) Roland Barthes, Das Neutrum. Vorlesung am Collège de France 1977-1978, übers. v. Horst Brühmann, Frankfurt a. M. 2005 2) Barthes, Das Neutrum, S. 43. 3) Vgl. Barthes, Das Neutrum, S. 98ff. 4) Maurice Blanchot, Das Neutrale. Philosophische Schriften und Fragmente, Zürich/Berlin 2010, S. 15. 5) Vgl. Barthes, Das Neutrum, S. 43. 6) Eine ?sthetik des Neutralen setzt weder auf Immersion noch auf Distanz und ist weder aufseiten der Affizierung noch aufseiten der Reflexivit?t zu verorten. 7) Vgl. Barthes, Das Neutrum, S. 67ff. WHAT’S GOOD? (BRUTAL CUT) Anja Kaiser und Katharina Merten A journey underneath the surface of pop featuring speeches taken from interviews, documentaries and p0rn. Short summary of an audiovisual performance by Anja Kaiser (V) and Katharina Merten (A). SIX SENTENCES FROM THE INSTITUTION‘S INVITATION TEXT RE-CONTEXTUALIZED Angélique Pailler ((/ ((, 2016 TUTTI – A SCORE FOR 19 VLOGGERS Anahita Razmi ?Tutti - A Score for 19 Vloggers“ (2015 / Online-Version) verweist auf die Rede im Internet. In der Arbeit lesen Youtube-VloggerInnen Ausschnitte aus politischen Reden vor, die sich in einem Chor verdichten. #SPEECH 01 #SPEECH 02 #SPEECH 03

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